glossar : w
 
 
Wachsfigurenkabinett Nach 60 Jahren wurde der Glasschutz entfernt, der Adolf Hitler vor Fußtritten und Spucke der Besucher schützen sollte. Madame Tussaud gruppierte geschmackvoll Hitler mit Churchill, betrachtet von Tony Blair im Hintergrund.
s. Panoptikum
Walhalla Das 'nordisch-germanische' Gegenstück zum Pantheon - und als bürgerliche Kultphantasie in der Nähe von Regensburg Anfang des 19. Jahrhunderts - in der Gestalt eines griechischen Tempels - tatsächlich auch errichtet.
Ein Denkmalort und -raum, in dem die großen deutschen Toten (Männer), die Heroen der bürgerlichen Gesellschaft, Künstler, Feldherren, Entdecker, Dichter, Erfinder, Staatsmänner.., durch ihre Standbilder und Porträtbüsten repräsentiert sind. So ewig im profanen Kultraum der Gedenkstätte anwesend wie im 'ewigen' Gedächtnis der Nation.
Noch zu Lebzeiten sollten Bildnisse großer Deutscher in einer Krypta, der "Halle der Erwartung", aufgestellt und dann, beim Tode der Personen, im Rahmen eines nationalen Festes, in die Walhalla - "Wal heißt Tod im Uraltdeutschen" (Ludwig I.) aufgenommen zu werden.
 
Werk s. Kunstwerk
 
Wilson, David 1946 in Denver geboren. Der Vater war Arzt. David besucht als Schuljunge die Museen der Stadt. "Schon damals faszinierten mich diese staunenswerten Ellipsen [der Museumstexte], diese Sprünge zwischen dem Wissen, das beim Besucher einfach vorausgesetzt wird, und minutiösesten, häufig absurd detaillierten Erläuterungen, rhetorischen Sprünge, die absolut atemberaubend sein können." In der Schulzeit baut er historische Dioramen. Gegen Ende der High-School - Zeit hat er ein 'Konversionserlebnis' - "ich wußte z. B. daß ich in der Erwerbswelt nichts verloren hatte."
Er studiert am Kalamazoo College in Michigan Insektenkunde und Kunst und lernt dort seine Frau Diana kennen, die gegen Ende der Studienzeit, 1969, heiratet. Das Paar zieht nach Chicago. David arbeitet als Pfleger in einem Spital, dann errichten sie in einer abgelegenen Gegend in Colorado ein einsam gelegenes Blockhaus, wo David einen Zeichentrickfilm herstellt, der ihm 1974 die Zulassung zur Kalifornischen Kunstakademie bringt. Das Blockhaus brennt ab. In der Kunstakademie stellt David den Film"Stasis" her. Mit hochspezialisierter Kameraarbeit verdient David ausgezeichnet und macht nebenher eigene Filme.
1980 lädt ihn der Leiter des Pasadena Film-Forums ein, das Foyer des Theaters zu nutzen, wo David komplizierte Dioramen aus einer Art katoptrischer Kamera, die spezielle Illusionseffekte erzeugt, und stereoskopischen Betrachtungsapparaturen, installiert. Er fertigt verschiedenste derartige Apparaturen und verpachtet sie.
1984 skizziert er, wie zufällig, die Idee des Jurassischen Museums, sein 'Lebenswerk', das zuerst in Form von Leihgaben existiert, bis David Wilson das Gebäude in Los Angeles erwirbt, in dem das Museum heute untergebracht ist. Ein Raum diente einem medizinischen Laboratorium. "Wir mußten tausende von kleinen Wachsklötzchen beseitigen, in denen Proben von menschlichen Körpern eingelagert waren." Wilson und seine Familie leben am Rande des Existenzmimums, "Das Museum existiert gegen alle Wahrscheinlichkeit", obwohl es immer wieder zu Zuwendungen Privater kommt. s. Museum of Jurrassic Technology